OK
25.08.2020

Leistungsfreiheit wegen arglistiger Täuschung des Wissensvertreters


LG Chemnitz, Urteil vom 22.6.2020 - 5 O 1431/15 (nicht rechtskräftig)

1. Die Versicherungsnehmerin muss sich die arglistig falschen Angaben ihres Ehemannes als Wissensvertreter zurechnen lassen, wenn sie diesem die gesamte Schadenabwicklung überlassen hat.

2. Oblag dem Ehemann der Versicherungsnehmerin zudem die tatsächliche Sachherrschaft über das abgebrannte Haus und gibt dieser wahrheitswidrig an, dass er in geordneten wirtschaftlichen Verhältnissen lebt (15 Vollstreckungsaufträge in den letzten drei Jahren) und in dem abgebrannten Haus kein Strom angelegen habe, führt dies zur Leistungsfreiheit des Versicherers.

Ansprechpartner
RA Prof. Dr. Dirk-Carsten Günther, Köln
dirk-carsten.guenther@bld.de