OK
31.03.2020

Kein Schadensersatzanspruch gegen Gutachter wegen Erstellung eines unrichtigen Gutachtens zum Invaliditätsgrad


LG Köln, Urteil vom 29.1.2020 - 26 O 309/18

Erstattet ein vom privaten Unfallversicherer beauftragter Mediziner über den Invaliditätsgrad des Versicherungsnehmers ein unrichtiges Gutachten, stehen dem Versicherungsnehmer keine Schadensersatzansprüche gegen den Gutachter mit der Begründung zu, dass eine objektiv richtige Begutachtung zu einer höheren Versicherungsleistung geführt hätte. Er ist in den Schutzbereich des zwischen dem Versicherer und dem Gutachter geschlossenen Werkvertrag bereits nicht einbezogen. Darüber hinaus ist ein Schaden denklogisch ausgeschlossen, denn wenn das Gutachten falsch ist, stünde dem Versicherungsnehmer ein Anspruch gegen den Versicherer zu, den er durchzusetzen hätte.

Ansprechpartner
RA Dr. Thorsten Süß, Köln
thorsten.suess@bld.de