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01.04.2020

Haftung des Privat-Sachverständigen nach § 826 BGB setzt Schädigungsvorsatz voraus


LG Frankfurt/M., Urteil vom 24.1.2020 - 2-07 O 289/18 (nicht rechtskräftig)

Für die Frage der Haftung eines Privat-Sachverständigen aus § 826 BGB wegen vorsätzlich sittenwidriger Schädigung reicht es nicht aus, dass der Sachverständige ein fehlerhaftes Gutachten erstattet hat. Anders als bei einem gerichtlichen Sachverständigen, bei dem nach § 839 a BGB ein vorsätzlich oder grob fahrlässig unrichtiges Gutachten grundsätzlich für eine Haftung genügt, gibt es für Privatgutachter keine entsprechende Regelung. Erforderlich ist vielmehr, dass er „gewissenlos“ oder „ins Blaue hinein“ Angaben gemacht und dabei einen Schädigungsvorsatz gehabt hat.

Ansprechpartner
RA Cornelius Maria Thora, Frankfurt/M.
cornelius.thora@bld.de